Kurkuma – Alles über das gelbe Ingwergewächs

Kurkuma zählt zu den trendigsten Gewächsen der vergangenen Jahre. Doch warum reitet die „Gelbwurzel“ auf einer derartige Erfolgswelle? Stimmt es tatsächlich, dass Kurkuma entzündungshemmend wirkt und sogar gegen Alzheimer-Erkrankungen hilft? Wir haben die wichtigsten Fakten rund um „Kurkuma“.

Herkunft

Die genaue Herkunft von Kurkuma lässt sich heute nicht mehr exakt bestimmen. Vermutungen zufolge kommt das gelbliche Gewächs aus dem südostasiatischen Raum. Dort wird es seit Jahrtausenden in der Küche gesetzt. Nach Europa kam Kurkuma erst relativ spät, wahrscheinlich im 14. Jahrhundert.

Wie sieht Kurkuma aus?

Kurkuma gehört zu der Familie der Ingwergewächse. Ihre krautartigen, schilfförmigen Blätter sind ein bekanntes Erkennungsmerkmal der „Gelbwurzel“, die am besten in wärmeren Gefilden wächst. Hierbei erreicht sie eine Höhe von bis zu 1 m. Die Farbe einer Kurkuma-Pflanze ist abhängig von ihrer Art. Der Name „Kurkuma“ (oder auch Curcuma) leitet sich aus dem Lateinischen ab und bedeutet „Safran“. Zwischen Safran und Kurkuma gibt es tatsächlich mehrere Gemeinsamkeiten. Dazu gehört unter anderem die auffällige Farbe. Bis heute wird Kurkuma im asiatischen Raum häufig unter dem Namen „Safran“ verkauft. Von aussen sieht Kurkuma ähnlich wie Ingwer aus, der Unterschied wird durch das gelbliche Wurzelinnere deutlich.

Verwendung

Kurkuma ist ein echter Allorunder und wird in den folgenden Bereichen eingesetzt.

  • In der Medizin
  • In der ayurvedischen Heilkunde
  • Als aromatisches Superfood in der Küche

Kurkuma in der Medizin

Durch das in Kurkuma enthaltende Curcumin wird die Gelbwurzel in der Medizin seit einigen Jahren genau untersucht. In einer indischen Studie konnten Forscher belegen, dass Curcumin einen positiven Effekt auf Alzheimer-Erkrankungen hat[1]ncbi. www.ncbi.nlm.nih.gov. [Online] [Zitat vom: 13. Juli 2020.] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC2781139/. Curcumin wirkt dabei antioxidativ und entgiftend.
Da Kurkuma ebenfalls die Leber dazu anregen soll, mehr Gallenflüssigkeit auszuschütten, können Fette besser gebunden werden[2]apotheken-umschau. www.apotheken-umschau.de. [Online] [Zitat vom: 13. Juli 2020.] https://www.apotheken-umschau.de/heilpflanzen/kurkuma. Dies hat wiederum einen positiven Einfluss auf die Verdauung.

Kurkuma in der ayurvedischen Heilkunde

Kurkuma blickt auf eine lange Historie im asiatischen Raum zurück. In der ayurvedischen Heilkunde wird das Gewächs bis heute als traditionelle Heilpflanze verwendet. Auch wenn die Wirkung von Kurkuma in der Medizin noch nicht ausreichend erforscht wurde, ist die aromatische Geldwurzel insbesondere in Asien nicht mehr wegzudenken. Im Ayurveda soll Kurkuma alle drei „Doshas“ (in etwa: Fehler) direkt beeinflussen und in Waage bringen.

Kurkuma als aromatisches Superfood

Egal, ob in der bekannten „Golden Milk“ oder als aromatische Verfeinerung in der Küche. Kurkuma geniesst zurecht einen echten „Hype“. Kaum ein anderes Gewächs fällt durch einen so prägnanten Geschmack auf. Anbei zeigen wir Ihnen eine Rezept-Tipp für die berühmte „Golden Milk“:

Golden Milk

Für die Zubereitung der „goldenen Milch“ benötigen Sie die folgenden Zutaten:

    • 400 ml Mandelmilch
    • Eine kleine Portion Ingwer (je nach gewünschtem Schärfegrad)
    • Eine Prise Pfeffer
    • Optional Agavendicksaft oder Stevia zum Süssen
    • Ein Stück Kurkuma
    • Kokosöl

Nun erhitzt man 1 TL Kokosöl in einem Top und röstet die Gewürze darin an. Im nächsten Schritt wird die cremige Mandelmilch hinzugegeben. Die „goldene Milch“ kann nach Belieben gewürzt werden.

Kurkuma ist ein wichtiger Bestandteil im Curry und es sieht diesem nicht nur sehr ähnlich, es riecht auch beinahe identisch. Das Gewächs wird in der Küche oftmals wegen seiner Färbkraft in Reisgerichten und Co. eingesetzt, doch das „Safran des kleinen Mannes“ kann noch viel mehr. Durch die unverkennbare, leicht bittere Note ist Kurkuma eine perfekte Komponente in Gemüsecurry-Gerichten und in leckeren Smoothies. Letzter überfluten die Kühlregale in Supermärkten seit einigen Jahren. Jedoch gibt es unzählige, interessante Rezepte zum Selbermachen. Der Kreativität sind dabei keine Grenzen gesetzt und der Körper freut sich über die gesunden Vitaminbomben.

Interessante Fakten über Kurkuma

  • 356 kcal pro 100 g[3]fddb. fddb.de. [Online] [Zitat vom: 11. Juli 2020.] https://fddb.mobi/de/naturprodukt_kurkuma.html
  • Enthält Vitamin C und Vitamin B1
  • Wichtige Mineralstoffe: u. a. Eisen, Magnesium und Zink
  • Ca. 50 verschiedene Kurkuma-Sorten
  • Lange Tradition in der ayurvedischen Heilkunst

Quellen & Verweise[+]

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