Sport stellt eine der wichtigsten Präventionsmassnahmen gegen Herzerkrankungen dar, allerdings ist die richtige Intensität entscheidend, da eine Überlastungsgefahr des Herzens besteht. Erfahren Sie hier, welche Sportarten sich laut Experten besonders gut eignen, um das Herz-Kreislauf-System in Schwung zu bringen.

Herz-Kreislauf-Erkrankungen aktiv vorbeugen

Regelmässiges Training und körperliche Aktivität zählen zu den wichtigsten Präventionsmassnahmen gegen Herz-Kreislauf-Erkrankung. Da unser Herz unter körperlicher Belastung stärker pumpen muss, um das Blut im Körper zu verteilen, wird der Herzmuskel auf Dauer gestärkt. In der Folge sinkt das Risiko für Arterienverkalkungen. Studien zeigen, dass Menschen, die sich regelmässig sportlich betätigen, seltener an Herz-Kreislauf-Beschwerden erkranken.

Sport hat mehrere positive Auswirkungen auf unseren Körper. Durch eine erhöhte körperliche Aktivität schüttet unser Gehirn vermehrt Glückshormone wie Dopamin, Noradrenalin und Serotonin aus, die einen positiven Einfluss auf unser Wohlbefinden und das Stresslevel haben. Insbesondere Menschen, die in ihrem Arbeitsalltag unter permanentem Stress stehen, finden in Ausdauersportarten häufig ein Ventil. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass wir durch bestimmte Sportarten Übergewicht aktiv bekämpfen können.

Cholesterin als Auslöser für Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Cholesterin ist ein wichtiger Naturstoff in unserem Körper. Die fettähnliche Substanz ist am Aufbau der Zellmembran beteiligt und hat einen grossen Einfluss auf die Herstellung von bestimmten Hormonen und Vitamin D. Damit Cholesterin in unserem Blut transportiert werden kann, verbindet sich der wasserunlösliche Stoff mit wasserlöslichen Eiweissen, wodurch kleine Lipoproteine entstehen. Diese lassen sich in die folgenden drei Kategorien einteilen:

  • Very-Low-Density Lipoproteine (VLDL)
  • Low-Density Lipoproteine (LDL)
  • High-Density Lipoproteine (HDL)

Das Low-Density Lipoprotein ist aufgrund seines hohen Fettgehaltes als „schlechtes Cholesterin“ bekannt. Demnach gelten VLDL- und LDL-Cholesterin als besonders ungesund, da sie Ablagerungen in den Gefässwänden verursache können und in der Folge das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Schlaganfälle und Herzinfarkte steigt.

Da hohe Cholesterinwerte ein enormes Risiko darstellen, raten Experten zu regelmässigen Blutuntersuchungen, um bestimmte Zielwerte für das LDL-Cholesterin festzulegen. Neben Kontrollen gelten ein gesunder Lebensstil und die Vermeidung von Giftstoffen als die besten Waffen im Kampf gegen einen erhöhten Cholesterinspiegel. Hierbei sollten Obst und Gemüse den Vorrang gegenüber rotem Fleisch und Nahrungsmitteln mit hohem Zuckergehalt erhalten.

Die besten Sportarten für das Herz

Die richtige Belastungssteuerung und die Wahl der Sportart sind vor allem für Untrainierte oder Vorerkrankte entscheidend. Anbei zeigen wir Ihnen mehrere Sportarten, mit denen Sie ihr Herz-Kreislauf-System aktiv unterstützen können.

Nordic Walking: Nordic Walking zählt zu den besten Sportarten, um Bluthochdruck entgegenzuwirken. Durch den Stockeinsatz trainieren Sie beim Nordic Walking nicht nur ihre Beine, sondern ebenso ihre Muskulatur im Oberkörperbereich. Wenn Sie sich in der Woche mehrmals an der frischen Luft bewegen, tanken Sie dabei Sauerstoff und fördern gleichzeitig ihre Kondition. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass Sie für den Einstieg nur wenig Materialien benötigen. Auch Herzkranke können Nordic Walking für sich nutzen, um die körperliche Belastungsgrenze aktiv zu steigern, jedoch sollten vorher in jedem Fall ein abklärendes Gespräch mit dem Arzt geführt werden.

Herz-Kreislauf-Gymnastik: Die Herz-Kreislauf-Gymnastik legt den Fokus auf die Verbesserung von Ausdauer, Kraft und Beweglichkeit. Hierbei werden verschiedene Zonen mit gelenkschonenden Übungen gestärkt. Herz-Kreislauf-Gymnastik eignet sich hervorragend für Sportmuffel, die eine bestimmte Gruppendynamik benötigen, um in die Gänge zu kommen.

Radfahren: Radfahren ist eine ausgezeichnete Sportart, um die Pumpfunktion des Herzens gezielt zu verbessern. Wer regelmässig auf dem Sattel sitzt, stärkt seine Beinmuskulatur und schont dabei seine Gelenke. Auch für Menschen mit Herzerkrankungen kann Radfahren sinnvoll sein.

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