Der menschliche Bewegungsapparat ist ein echtes Wunderwerk. Das Zusammenspiel aus Bändern, Sehnen, Muskeln und Gelenken sorgt dafür, dass wir unterschiedlichste Bewegungen ausführen können. Wie einzigartig und wertvoll dieses System ist, merken viele Menschen erst, wenn sie Verletzungen oder Gelenkschäden erleiden. Oftmals handelt es sich hierbei und verschleissbedingte Gelenkkrankheiten. Wir nehmen die Situation in der Schweiz genauer unter die Lupe.

Was Sie in diesem Artikel erwartet:

  • Gelenke – Aufgaben und Funktionen
  • Krankheitsbild Gelenkschmerzen
  • Die Situation in der Schweiz
  • Was kann man präventiv gegen Gelenkkrankheiten tun?
  • Was kann man gegen die Schmerzen unternehmen?

Gelenke – Aufgaben und Funktionen

Durch die Entwicklung eines komplexen Bewegungsapparates konnte der Mensch den aufrechten Gang erlernen und überlebenswichtige Werkzeuge entwickeln. Dabei treten Gelenke „als die bewegliche Verbindung zwischen mindestens zwei Knochen“[1]www.stiftung-gesundheitswissen.de. [Online] [Zitat vom: 10. Juli 2020.] https://www.stiftung-gesundheitswissen.de/gesundes-leben/koerper-wissen/wie-funktioniert-ein-gelenk. auf.

Im menschlichen Körper befinden sich ca. 140 „echte Gelenke“ (Gelenkspalt zwischen den beiden Knochen, von Knorpelmasse überzogen) und ca. 72 „unechte Gelenke“ (z.B. die Bandscheibe). Der Knorpel dient als Schmiermittel für die Gelenke und fungiert zudem als ein natürlicher Stossdämpfer.

Die Muskeln schützen die Gelenke. Dieser Aspekt wird im Alter oft vergessen. Viele Menschen verzichten auf Sport und gezielte Muskelübungen. In der Folge resultiert ein rapider Verlust der Muskelmasse, was verheerende Konsequenzen für den gesamten Körper haben kann. Das Verletzungsrisiko steigt, die Ausdauer schwindet und die Koordination leidet unter der „Sportabstinenz“. Die Gründe für Gelenkerkrankungen sind vielfältig. Präventiven Massnahmen kommt eine enorme Bedeutung zu.

Krankheitsbild Gelenkschmerzen

Gelenkprobleme sind eine ernstzunehmende Volkskrankheit. Sie gehören in der Schweiz zu den häufigsten nicht übertragbaren Krankheiten[2]Bundesamt für Gesundheit BAG. www.bag.admin.ch. [Online] [Zitat vom: 10. Juli 2020.] https://www.bag.admin.ch/bag/de/home/zahlen-und-statistiken/zahlen-fakten-nichtuebertragbare-krankheiten.html.. Oft resultieren die Erkrankungen aus den folgenden Gründen:

  • Altersbedingte Erkrankungen/ Verschleiss
  • Fehlbelastungen
  • Genetische Ursachen
  • Falsche Ernährung
  • Bakterielle Entzündungen
  • Borreliose
  • Infektionen
  • Schuppenflechte

Die angeführten Ursachen stellen lediglich einen kleinen Auszug der möglichen Gründe dar.

Die Situation in der Schweiz

Heutzutage ist Rheuma in der Schweiz die häufigste Volkskrankheit[3]Rheumaliga Schweiz. www.rheumaliga.ch. [Online] [Zitat vom: 10. Juli 2020.] https://www.rheumaliga.ch/medienmitteilungen/facts-and-figures.. Hierzu gehören unter anderem Osteoporose, Arthritis und Arthrose. Laut der Rheumaliga Schweiz leiden in der Schweiz zwei Millionen Einwohner an rheumatischen Beschwerden (3). Wenn die schmerzhaften Erkrankungen auftreten, beginnt in vielen Fällen ein langer Leidensweg.

Dabei sind Gelenkkrankheiten nicht immer altersbedingt. Auch junge Menschen können unter Knochen- und Gelenkschäden leiden. Nicht selten müssen Sportler ihre Karriere wegen irreparablen Verletzungen beenden. Die übermässige Gelenkabnutzung, Arthrose, ist dabei die häufigste Folge von langfristiger Überbelastung.

Good to know:

  • In Nachbarland Deutschland leiden ca. 10 Mio. Menschen an chronischen Erkrankungen des Bewegungsapparates[4]Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie e.V. www.dgrh.de. [Online] [Zitat vom: 10. Juli 2020.] https://dgrh.de/Start/DGRh/Presse/Daten-und-Fakten/Rheuma-in-Zahlen.html.
  • Das grösste Gelenk im menschlichen Körper ist das Knie
  • Im menschlichen Körper befinden sich ca. 140 „echte Gelenke“ (Gelenkspalt zwischen den beiden Knochen, von Knorpelmasse überzogen)
  • Zudem haben wir im Normalfall 72 „unechte Gelenke“ (z.B. die Bandscheibe).

Was kann man präventiv gegen Gelenkkrankheiten tun?

Oftmals beschäftigt man sich mit dieser Frage erst, wenn die Verletzungen oder Erkrankungen existieren. In der Regel liegt der beste Weg zur Vermeidung von Gelenkkrankheiten in der Prävention. Viele Menschen verbringen ihren Arbeitsalltag im Sitzen. Wer hier keinen sportlichen Ausgleich schafft, kann eine teure Quittung dafür erhalten.

Bewegung ist wichtig für den Körper und das Immunsystem. Mit gelenkschonenden Sportarten kann man einen Ausgleich zum stressigen Alltag schaffen und die Gelenke gleichzeitig unterstützen. Eine trainierte Muskulatur schützt nicht nur die Gelenke, sie stabilisiert den gesamten Bewegungsapparat.

In der Arbeitswissenschaft hat sich in den vergangenen Jahrzehnten der Zweig der Ergonomie entwickelt. Dieser beschäftigt sich mit den Relationen zwischen dem Menschen, der Arbeit und der Technik. Viele Arbeitgeber haben die Problematik ebenfalls erkannt, der Ausbau ergonomischer Arbeitsplätze schützt arbeitende Personen vor körperlichen Schäden.

Was kann man gegen die Schmerzen unternehmen?

Wenn eine Gelenkerkrankung auftritt, sollte eine schnelle und gezielte Behandlung oberste Priorität geniessen. Je länger man den Gang zum Arzt aufschiebt, desto schlimmer können die eventuellen Folgen ausfallen. Häufig können die Schmerzen durch Physiotherapie, operative Eingriffe oder Medikamente gelindert oder gar eliminiert werden.

Oftmals werden Symptome von Gelenkerkrankung durch eine falsche Ernährung verstärkt. Manchmal kann es helfen, wenn man um bestimmte Lebensmittel einen grossen Bogen macht. So erhöhen beispielsweise Tomaten den Harnsäurespiegel. In der Folge kann es zu schmerzhaften Gichtschüben und Gelenkschmerzen kommen. Generell sollte man mit Krankheiten wie Arthrose den Konsum von kandiertem Trockenobst und gezuckerten Fruchtprodukten vermeiden.

Studien legen nahe, dass eine hohe Aufnahme von Zucker dem Gelenkknorpel schadet[5]arzteblatt.de. www.aerzteblatt.de. [Online] [Zitat vom: 10. Juli 2020.] https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/74221/Arthrose-Ungesunde-Ernaehrung-kann-den-Gelenkknorpel-schaedigen.. Darüber hinaus fördert eine ungesunde Ernährung Adipositas, was sich wiederum negativ auf die Gelenke auswirken kann. Um eine derartige Kettenreaktion schon im Vorfeld zu vermeiden, empfiehlt sich gelenkschonender Sport und eine gesunde Ernährung. Ein hoher Konsum von rotem Fleisch und Wurstwaren kann Gelenkschmerzen ebenfalls verstärken. Die Auffassung, dass rotes Fleisch Schmerzschübe an den Gelenken auslöst, ist weit verbreitet. So sind in Schweinefleisch Purine und Arachidonsäure enthalten, die einen schlechten Einfluss auf die Gelenke haben können.

Dagegen sind Walnüsse bei Knochen- und Gelenkschmerzen ein wahres „Superfood“! Die vielen ungesättigten Fettsäuren können unter anderem Herzerkrankungen und Arthritis vorbeugen. Aber Obacht: Mit einem Brennwert von 696 kcal pro 100 g sollte man die Frucht des Nussbaums nur in kleinen Portionen geniessen[6]FDDB. www.fddb.de. [Online] [Zitat vom: 10. Juli 2020.] https://fddb.mobi/de/naturprodukt_walnuss.html..

Quellen & Verweise[+]

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